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Sonntag, 22. März 2015

Besuch bei den Seelöwen


22.03.    Standort: Cobquecura       S36.1373   W072.7993

Kilometer gesamt: 4.073 km.       Heute: 39 km

Höhenmeter gesamt:  34.500 m.    Heute: 400 m

Als ich gegen acht Uhr das Hostel verlasse, bin ich doch überrascht. Entgegen der Wettervorhersage liegt eine Hochnebeldecke über der Region.  Mit Pulli und ärmelloser Jacke fahre ich nun wieder Richtung Küste. Dabei geht es heftig zur Sache, sind doch auf dieser kurzen Strecke 400 Höhenmeter zu bewältigen.



Ein Blick zurück. Dabei wird es einem warm, wenn man schon runter schaut.



 Unterwegs: Chilenen bei der Kartoffelernte



Glücklich der, der Kühe hat.


Nachdem ich auf dem strandnahen Campingplatz mein Zelt aufgestellt habe - ich bin wie immer der einzige - begebe ich mich an den Strand und beobachte die Seelöwen auf dem vorgelagerten Felsen. Die machen ein ohrenbetäubendes Gebrüll.













Und wer jetzt nach diesem Ausflug Appetit auf ein Stück Kuchen und einen guten Kaffee hat, sollte sich in Cobaquecura ins "Los Copihues" begeben.



Hier genieße ich gerade den Kaffee und schreibe diesen Post.











Samstag, 21. März 2015

Zurück in der Hitze



Sa. 21.03.  Standort: Quirihue   S36.2790    W072.5420

Kilometer gesamt: 4.034 km.     Heute:  73 km

Höhenmeter gesamt:  34.100 m.   Heute:  1000 m


Etwas Geografie vorweg:  Weil ich auch heute beim Fahren wieder sehr hohe Temperaturen hatte ( über 30 Grad im Schatten ) möchte ich zum besseren Verständnis verdeutlichen, wo ich bei meiner Südamerika - Tour unterwegs bin. 

Auf dieser Rundtour bewege ich mich zwischen dem 30. und 40. Breitengrad. Übertragen auf Europa bedeutet dies, dass ich im Hochsommer / Frühherbst irgendwo zwischen Madrid und Agadir / Marokko mit dem Rad unterwegs wäre.

Deshalb überrascht es nicht, dass die Temperaturen mit 
Annäherung an Santiago wieder über die 30 Grad-Marke steigen.
Schon am Morgen reicht beim Fahren das T-Shirt. Die Regenjacke hingegen habe ich noch gar nicht auspacken müssen.

Da es nördlich von Tomé keine geteerte Küstenstraße gibt, muss ich heute für einen Tag ins Landesinnere ausweichen. Schnell kommen bis zum frühen Nachmittag exakt 1.000 Höhenmeter zusammen. So suche ich mir frühzeitig in Quirihue ein Hostel und stelle das Rad in den Schuppen. 





Übrigens: Einen guten Tropfen habe ich mir heute auch verdient.
Ich habe auf dem Weg hierher  - nach wie vor pannenfrei - die 4.000 km - Marke geknackt. Prost !! 
Was die Pannenstatistik anbelangt, haben andere Reiseradler weit weniger Glück. Ich hatte noch keinen getroffen, der keine Platten oder Reifenschäden hatte.






Jeder Ort - egal wie klein - hat einen Plaza. Er bildet meist den Mittelpunkt des Ortes. Viele schattige Bänke laden zum Verweilen ein.

Drei Arbeiter sind hier im Dauereinsatz, damit der Park ansehnlich bleibt.
Um 21 Uhr gibt es eine Zirkusvorstellung. Eintritt 5,50 Euro.




 
Straßenverkauf:  Im Korb ist gut abgedeckt frisches, warmes Brot.



Blick über die Hauptstraße von Quirihue.

Morgen werde ich wieder an die Küste zurückfahren. Nach Aussagen mehrerer Einheimischer sollte es nach vierzig Kilometer einen C-Platz am Meer geben. Ich bin gespannt, zumal Campingplätze in Chile eher die Ausnahme sind. 
In Argentinien hatte jeder Ort einen preiswerten Municipal-Platz. 






Freitag, 20. März 2015

Jeder Tag bringt neue Überraschungen

Fr. 20.03.   Standort:  Tomé am Pazifik.    S36.6200    W072.9581

Kilometer gesamt:  3.961 km.     Heute:   64 km

Höhenmeter gesamt: 33.100 m


Da die Sonne derzeit erst nach 8:00 Uhr aufgeht, komme ich meistens erst kurz vor zehn weg.
So auch gestern in Arauco. Das Navi zeigt mir einen Campingplatz in fünfzig Kilometer Entfernung an. Besser gesagt, ein Schwimmbad / Piscina mit  Stellplätzen für Zelte.
Von der Küste ist meist wenig zu sehen, dafür nimmt Richtung Concepcion der Verkehr stark zu. 

Im Baustellenbereich ist besondere Vorsicht angebracht

Die Straße ist meist autobahnmäßig ausgebaut. Plötzlich ist die Straße  - ohne Vorwarnung  -  durch eine Betonabsperrung blockiert.


Während die Fahrzeuge alle wenden müssen, umgehe ich die Blockade und fahre auf dem nicht freigegebenen Teilstück weiter. Die Straße ist fertig, keinerlei Bauarbeiten !  Nach gut drei Kilometer treffe ich wieder auf die, die gewendet haben.

Die nächste Überraschung birgt mein Übernachtungsziel.



Ich stehe vor verschlossenen Toren. "Cerrado" - das weiß ich inzwischen - heißt "geschlossen " .  Geöffnet nur von Dezember bis zum 8. Februar . Bin ich jetzt die Schotterstraße umsonst hereingefahren ? 
Ich rede mit dem Nachbarn hinter dem Schwimmbad. Wenig später tätigt der einen Anruf und schon werden mir das Schwimmbad und die Stellplätze kostenlos zu Verfügung gestellt. Vielen Dank  !!




Standort: Camping und Piscina Aliwen (ca. 3km nördlich von Coronel ).    GPS:  S36.9685.   W073.1391
Kilometer heute:  63 km.   Höhenmeter:  400 m  Nachmittags fahre ich noch nach Coronel und schiebe mein Rad durch den Wochenmarkt
.




 



 


 





Die Menschen sind alle sehr freundlich. Auch hier habe ich den Eindruck, dass "Alemania" hoch im Kurs steht. 

Ein riesige Angebot an frischem Obst, Fisch und Gewürzen.

Am frühen Abend kaufe ich noch im Lider / Supermarkt ein und nehme mir ein frisch gegrilltes Hähnchen mit. Das hat sich jedoch 
unter den Straßenhunden in Windeseile herumgesprochen, denn als ich es vor dem Supermarkt auf einer schattigen Bank essen möchten, werde ich regelrecht belagert. Aber so bin ich eben - ich teile: Die Hunde stürzen sich auf die Knochen, dafür behalte ich den Rest.

Der heutige Freitag erfordert meine höchste Konzentration. Auf dem Weg nach und durch Concepcion herrscht starker Verkehr. 


 
Zielsicher findet mein Navi den Plaza mitten in der Stadt, wo ich Mittag mache. Heute ist es wiederum sehr warm - 28 Grad im Schatten. Als ich einen anderen Radfahrer nach einem Campingplatz frage, werde ich gleich gewarnt, dass es hier im Stadtbereich sehr gefährlich wäre. 
So fahre ich weiter bis Tome. Aber nirgends gibt es einen C-Platz, so dass ich mir für die Nacht ein Zimmer mit Blick auf den Pazifik nehme.

Anfahrt auf Tomé 

 



Das verspricht eine angenehme Nacht zu werden.
















Mittwoch, 18. März 2015

Ab sofort wieder "SOLO"

Mi. 18.03.  Standort:  Arauco

Ruhetag

Nachdem ich hier mitten im Zentrum des Ortes ein schönes Zimmer  bekommen hatte, beschloss ich am heutigen Morgen, eine weitere Nacht hier zu verbringen.  Es wird auch Zeit, ist es doch schon zehn Tage her, dass wir zuletzt in Futrono eine Pause eingelegt hatten.

Um zehn Uhr bin ich - wie vereinbart - eine Straße weiter an der Plaza, um Roland zu treffen. Ich biete ihm an, das zweite Bett in meinem Zimmer zu belegen.... aber er möchte weiter in Richtung Concepcion radeln. Am kommenden Donnerstag geht sein Flug zurück nach Deutschland.
So verabschieden wir uns, nachdem wir seit Uspallata / Argentinien    mehr oder weniger gemeinsam unterwegs gewesen waren.
So schnell vergehen die Wochen. Obwohl wir uns vor Antritt der 

Tour nicht kannten, war dieses gemeinsame Reisen völlig 
problemlos. Noch schöner wäre es gewesen, hätte auch er ein Rad mit 26 oder 28 Zoll-Bereifung gehabt. Dann hätten wir alle Etappen zusammen fahren können. So bin ich eben oftmals voraus gefahren. Doch jedes Mal trafen wir uns abends an den vereinbarten Orten.

Buen viaje   Roland

Ich selbst werde also heute einen faulen Tag in der Stadt und am 
rund einen Kilometer entfernten Strand verbringen. 
Das Fahrrad hat ebenfalls eine Pause verdient und bekommt einen schattigen Platz neben meinem Zimmer im Hof.



Nennt sich "Hotel"








Endlich mal wieder Betten, die noch nicht durchgelegen sind. Zwar ist es nicht übermäßig sauber im Zimmer und der Mülleimer im Bad ist nicht geleert - dennoch bin ich zufrieden, nachdem ich ja schon ganz anderes auf dieser Rundtour erleben musste.

Hier einige Aufnahmen vom Strand und rund um den Plaza von Arauco - ein Ort an der Pazifikküste, wo man sich sofort 
wohlfühlen muss.









 


An der Playa Arauco - ca. ein Kilometer vom Zentrum 








Das ist keine Hinterhofansicht



 Zeit spielt keine Rolle - auch einer wird irgendwann mal fertig.



 Trocken wird die Wäsche bei dem sonnigen Wetter auf alle Fälle.



Das Rad als vielseitiges Verkehrsmittel 



 In Chile sind alle Stromzähler außen an der Hausfassade angebracht
.


Nein - falsch gedacht ! Hinter diesen altehrwürdigen Gittern sitzen die  Schüler ein und pauken für's  Leben. Hier macht Lernen noch so richtig Spaß !

So, jetzt ist Donnerstagmorgen ( 19.03.) :
Nachdem ich jetzt im " Hotel " gefrühstückt habe, fahre ich weiter der Küste entlang Richtung Norden. 

Während die Straßenköter in der Regel harmlos sind, muss man sich vor den privilegierten Hinterhofhunden mit Halsband eher in Acht nehmen. Immer schön aufpassen, falls der Zaun doch mal ein Loch haben sollte. 




Dienstag, 17. März 2015

Von wegen "lockeres Ausrollen bis Santiago"

Di. 17.03. Standort: Arauco / Pazifik     S37.2455  W073.6555

Kilometer gesamt:  3.834 km.     Heute: 73 km

Höhenmeter gesamt: 32.350 m.  Heute:  1.100 m !


Exakt viereinhalb Stunden benötige ich heute - trotz starkem Rückenwind -  für die lächerlichen 73 Kilometer von Lebu hoch nach Arauco am Pazifik. Die 1.100 Höhenmeter sind im Vergleich so, als würdest du mit gut zwei Kästen Bier auf dem Gepäckträger von Freiburg hoch auf den Schauinsland im Schwarzwald fahren. 
Der Landkarte mit deren schlechtem Maßstab kann man leider nicht entnehmen, dass es ständig einhundert bis zweihundert Meter steil hinauf geht und dann in einer Schussfahrt hinunter in die nächste Senke fast auf Meeresspiegel - Niveau.  Unterwegs erreiche ich mehrfach an die 70 Stundenkilometer. Trotzdem bleibt dieses tolle Camino-Reiserad von Stevens extrem ruhig in der Spur.
Da schlingert absolut nichts. Einfach ein geniales Rad ! Bislang weder eine Panne  noch einen Platten. Da das Profil der Reifen 
noch immer gut aussieht - trotz der 600 km Schotterpiste - denke 
ich, dass ich die Tour ohne technische Probleme zu Ende fahren 
werde.

Auch gesundheitlich habe ich die vielen Passfahrten und die 1.500 km lange Tour durch die Halbwüste gut weggesteckt.
Den zwischenzeitlichen Gewichtsverlust von gut 5 Kilogramm habe ich inzwischen teilweise schon wieder wettgemacht.

Medikamente habe ich zwar viele dabei, doch benötigt habe ich 
bislang absolut nichts davon. Ich verfüge auch nach knapp 4.000 km über eine erstaunlich gute Kondition. Da ich keinerlei Knieprobleme habe, traue ich mir jeder Zeit zu, auch mal 100 oder 150 Kilometer am Tag zu fahren. Alles eine Sache der Gewöhnung. 

Jetzt, wo die Ortschaften nicht mehr so weit auseinanderliegen und 
die Temperaturen erträglicher sind, muss ich auch keine sechs bis acht Liter Wasser pro Tag  mehr mit mir führen.  Da ich ja keinen Kocher dabei habe, gehe ich des öfteren essen. Zum Frühstück gibt 
es eigentlich immer dasselbe:  drei Brötchen mit Marmelade oder 
Honig und dazu einen Liter kalte Schoko-Milch. Wegen der notwendigen Kalorien trinke ich tagsüber u.a. einen Liter Cola und esse viele Kekse und frisches Obst. Falls möglich, hole ich mir unterwegs Joghurt im 1- Liter Beutel.  Jede Kalorie zählt !


Auch hier: Statt eines Hochbehälters für eine gesamte Gemeinde, hat jedes Haus einen eigenen Wasserbehälter auf dem Grundstück.




Nur einmal während der heutigen anstrengenden Tour habe ich einen solchen schönen Blick auf den Pazifik.

Jeder Ort hat eine Plaza - ein Park mitten im Zentrum zum Verweilen. 

Hier in Arauco warte ich auf Roland, der sich mit seinem Faltrad in diesem hügeligen Terrain sehr schwer tut.  Obwohl er ja erst in Uspallata zu mir gestoßen ist, hat er gewiss schon mehr Pedalumdrehungen absolviert als ich auf der gesamten Tour.  Das spricht für seine sehr gute Kondition. Respekt !

Hier am Plaza werden wir uns morgen gegen 10 Uhr wieder treffen, um gemeinsam Richtung Norden zu fahren. Während ich heute hier zentral  in Arauco in einem sehr sauberen Hostel untergekommen bin, sucht sich Roland irgendwo in der Nähe eine preiswertere Bleibe. Während ich heute hier im Park auf Roland wartete, habe ich ausführlich die Gelegenheit, mit einem Einheimischen in englischer Sprache zu plaudern. Auch er sagt, dass sich die 
Chilenen aus Angst vor Einbrüchen regelrecht abschotten - die 
Fenster im Erdgeschoss allesamt vergittern und sich Hunde halten, die sofort anschlagen. 
Ich persönlich hatte den anfänglichen Kulturschock meines Erachtens eigentlich schnell verdaut, weil ich ja schon im Vorfeld wusste, was mich in Südamerika erwarten wird. Nur die vielen, vielen herrenlosen Hunde und die unendlichen Zäune machen mir mental zu schaffen. Alles andere ist ok.  Die Menschen sind ungemein freundlich, besonders aufgeschlossen und 
hilfsbereit,wenn sie hören, dass du aus Alemania kommst. Trotz mangelhafter Sprachkenntnisse, ist es mir mit Händen und Füßen stets möglich, mich auszutauschen. Oft winken sie mir beim Vorbeifahren zu oder kommen spontan her, um mehr über mich zu erfahren. Das sind letzten Endes die positiven Eindrücke, wenn ich in drei Wochen wieder zurück in Deutschland sein werde. 
Ich tue mich lediglich ungemein schwer damit, wenn mich 
Chilenen fragen, wie mir ihr Land gefällt. Vielleicht habe ich schon zu viele landschaftliche Highlights auf dieser Erde gesehen, so dass ich diesbezüglich mit einem zwiespältigen Eindruck nach Hause kommen werde.  Auf alle Fälle werde ich mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken zurückkommen, die noch lange nachwirken werden.
Komisch eigentlich - ohne Morbus Waldenström hätte ich weder die USA mit dem Rad durchquert noch wäre ich hierher nach Südamerika gekommen, um mit dem Paso Agua Negra einen der
 höchsten Passstrassen der Welt zu befahren. Das Schicksal geht oft seltsame Wege. Auf diese Weise kann ich meiner Leukämie-Erkrankung doch einiges Positives abringen - eröffnet sie mir doch die Chance, mir bislang unbekannte Kulturen und Landschaften kennen zu lernen. 

An der Playa Arauco
 

Die Saison ist vorbei - die Strände leer 














Montag, 16. März 2015

Pazifikküste erreicht




Mo.16.03. Standort: Lebu / Pazifik     ( Hostel )

GPS:  S37.6082     W073.6555

Kilometer gesamt:   3.761 km.    Heute: 53 km

Höhenmeter gesamt:  31.250

Von Curacautin fahren wir ab Freitagmorgen in vier Etappen bis nach Lebo an der Pazifikküste.

Übernachtungsorte sind folgende:

Fr. 13.03. Victoria ( Hostel ).  S38.2338   W072.3474
Kilometer: 60 km. Höhenmeter: 400 m


Sa. 14.03. Puren (Campingplatz ). S38.0296. W073.1167
Kilometer:  101 km.  Höhenmeter: 350 m

So. 15.03.  Canete ( öffentlicher Park ). S37.7760. W073.3819
Kilometer: 58 km.  Höhenmeter: 600 m



Im Prinzip fahren wir die gesamte Zeit durch eintönige hügelige 
Landschaften. Land- und Forstwirtschaft links und rechts der 
Zäune. Gelegentlich mal ein kleinerer Ort.









 



 Die Ernte ist eingefahren - die Beregnungsanlagen werden nicht mehr benötigt.




 Da es diesen Sommer extrem wenig geregnet hat, ist der Boden staubtrocken.






Langweilige Siedlung im Baukasten-Prinzip entlang der Straße. Wie in den USA:  alle Häuser aus Holz - oft billigste Machart.

Auch das Überqueren der Panamericana ( Ruta 5 ) bringt da wenig Abwechslung. Kein Verkehr. So sollte es mal bei uns auf der A5 sein.







Blick in Fahrtrichtung Santiago 


Und dennoch ist mir bei der Weiterfahrt so einiges aufgefallen.



 





Die Forstwirtschaft betreibt Monokultur per excellence . Hier beispielsweise links ein Pinienwald, rechts eine Eukalyptus-Anpflanzung. Der Profit steht im Vordergrund ..... Und geht auf Kosten des Artenreichtums. Leider ! 
Übrigens: ein Waldspaziergang am Sonntagmorgen ist in Chile 
nicht möglich. Alle Wälder ( Ausnahme in Nationalparks ) sind 
ebenfalls eingezäunt und mit Stacheldraht versehen. Chilenen 
können es kaum glauben, dass bei uns Zäune im Südwesten eher 
die Ausnahme sind. 



 



Außerdem wird überall großflächig gerodet und schweres Gerät kommt zum Einsatz. Das führt unweigerlich zur Bodenverdichtung und Bodenerosion.  Trübe Aussichten. 



Hier wird aufgeforstet. Pinien und Eukalyptus 







Herrenlose Hunde gibt es in Chile wohl mehr als das Land Einwohner hat.  Sie werden nicht gefüttert und laufen ständig bettelnd durch die Straßen. Dabei sind diese Tiere in der Regel 
nicht aggressiv, sondern warten geduldig, bis irgendwo ein Bissen abfällt. Lethargisch liegen sie mit Vorliebe vor den Supermercados,
 in den Parks und treiben sich gerne im Rudel in den Gassen herum.
 Wie auf dem Bild zu sehen, stoßen sie auf der Suche nach 
Essbarem Mülltonnen um. Auch auf den Campingplätzen darfst du dein Essen keinen Moment aus den Augen lassen. Kürzlich wache ich nachts im Zelt auf und bemerke, dass ich Kopf an Kopf zusammen mit einem dieser Hunde schlafe. Ich im Zelt - der KöterimVorzelt ....getrennt nur durch eine Stoffbahn. 









Wenn der Müll abgeholt wird, dann  hängen
die Bewohner diesen deshalb in Tüten hoch an den Zaun oder legen ihn wir hier auf Holzgestelle.



Eigentlich wollten wir abends 
am Hafen Fisch essen. Doch das einzige Restaurant, das evtl. Fisch auf der Karte gehabt hätte, war geschlossen. Dann eben Pollo und Papas .... und  ein Cerveza im Fast-Food-Restaurant.


Von Lebu aus, werden wir weiter der Küste entlang nordwärts radeln. Vorerst noch zusammen, doch in wenigen Tage wird Roland wohl nach Chillan abbiegen, um den Bus nach Santiago zu bekommen.